Geschichte Meridiana

GESCHICHTE - EUROFLY

Von Alisarda nach Meridiana

Am 3. Mai 1991, beschloss die außerordentliche Aktionärsversammlung in Anbetracht der neuen Aktivitäten der Fluggesellschaft in Europa die Änderung ihres Namens in Meridiana S.p.A..
Zugleich erhielt die Gesellschaft ein neues Firmenlogo. Dank eines Abkommens mit dem Verkehrsministerium konsolidierte Meridiana ihre Marktstellung in Italien und in Europa mit einem Expansionsplan, in dessen Mittelpunkt die zwei Pole Florenz und Verona standen.

Zunächst wurden zwei tägliche nationale Flugverbindungen von Florenz nach Catania bzw. Palermo eröffnet. Später kamen die internationalen Flüge nach Barcelona, Paris, London und Frankfurt hinzu, die alle mit der BAe146-200 durchgeführt wurden. Zum ersten Mal wurde ein Business Class Service mit der Bezeichnung Electa Club eingerichtet. Das Passagieraufkommen belief sich 1991 auf 1.701.400 Passagiere.

Nachdem 1992 , zwei weitere MD-82 erworben worden waren, bestand die Flotte von Meridiana aus sechzehn Flugzeugen: sieben MD-82, sechs DC9-51 und drei BAe146-200. Ebenfalls 1992 richtete Meridiana die erste direkte Linienverbindung zwischen Verona und London ein. Und Ende Oktober übernahm Meridiana an Stelle der staatlichen Fluggesellschaft die Verbindung Verona-Rom-Verona mit vier täglichen Flügen. Mit einem Personalbestand von 1.414 Beschäftigten (hiervon 264 saisonal beschäftigt) beförderte die Fluggesellschaft im Jahr 1992 rund 1.932.000 Passagiere bei einem Umsatzvolumen von 342 Milliarden Lire.

Im Zuge mit den zunehmenden Lufttransporttätigkeiten wurden auch die Strukturen und das Know-how für die Instandhaltung der Flotte ständig angepasst. Meridiana führt in ihren technischen Basen in Olbia und Florenz auch die Instandhaltung für andere Frachtführer durch. Meridiana war die erste italienische Fluggesellschaft - und die vierte in Europa -, die von der italienischen Luftfahrtbehörde die Zulassung als Instandhaltungsbetrieb nach den europäischen Bestimmungen JAR 145 erhalten hat, die die Standards und die Anforderungen in Einklang mit den geltenden europäischen Richtlinien festlegen. Eine wichtige Anerkennung der Rolle, die Meridiana im europäischen Kontext spielt, repräsentierte überdies die Ernennung des Hauptaktionärs Prinz Aga Khan zum Mitglied des Rats der Weisen durch die EWG. Dieser Rat wurde mit dem Ziel eingerichtet, die möglichen Entwicklungen des Zivilluftfahrtsektors in Europa zu analysieren und Maßnahmen vorzuschlagen, die eine richtige und optimale Entwicklung fördern.